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Gegenstände Unterscheiden

Ball oder Tau?

 

 

Ich erkläre die Vorgehensweise hier mit Spielsachen. Dazu legt man anfangs nur 2 Spielsachen, z.B. einen Ball und ein Tau, nicht zu nah zusammen auf den Boden und macht sich mit Clicker und Leckerli bereit. Man sollte sich natürlich überlegen, mit welchem Spielzeug man anfängt zu trainieren – hier jetzt angenommen der Ball. Dann den Hund zur Arbeit gerufen – und warten. Und wirklich nicht verleiten lassen, ihn irgendwie darauf aufmerksam zu machen, was man von ihm möchte! Ein erster Blick Richtung Ball – Click und Leckerli. Dann ein erneuter Blick – Click und Leckerli. Klappt das zuverlässig, beim nächsten Blick erst einmal abwarten. Dann folgt vielleicht schon ein erster Schritt Richtung Ball – Click und Leckerli. Beim nächsten Mal nimmt der Hund denn Ball vielleicht schon ins Maul – Click und Leckerli. Nimmt der Hund versehentlich einmal das Tau, bekommt er einfach keine Bestärkung dafür. Fängt der Hund zuverlässig an, wenn Ball und Tau auf dem Boden liegen, den Ball ins Maul zu nehmen (oder ihn zu bringen, je nachdem auf was man hintrainiert), bekommt er beim nächsten Mal kurz bevor er beim Ball ist das Kommando Ball. Das trainiert man einige Male. Dann darf er den Ball nur noch nehmen, wenn er zuvor das Kommando bekommen hat – nimmt er ihn schon ohne Kommando, gibt es einfach kein Click. Dabei sollte man dem Hund aber die Chance geben, anfangs öfter das Richtige tun zu können (Kommando Ball – nehmen – Click), als einen Fehler zu machen (kein Kommando – Hund nimmt Ball trotzdem – kein Click), damit er nicht aus Verzweiflung aufhört mitzuarbeiten. So lernt er schnell, dass er nur Belohnt wird, wenn er den Ball auf Kommando nimmt und ansonsten leer ausgeht.

Klappt der erste Gegenstand verlässlich, fängt man jetzt mit dem Zweiten an. Will man es dem Hund anfangs leichter machen, kann man jetzt anstelle des Balls einen anderen Gegenstand zum Tau dazu legen, während man mit dem Tau trainiert. Wichtig ist hin und wieder separat auch mit dem Ball zu trainieren, um dieses Kommando trotzdem noch parat zu halten.

Nimmt der Hund auch beim zweiten Gegenstand zuverlässig den richtigen, kommt die Herausforderung: Ball und Tau zusammen. Anfangs die Gegenstände noch recht weit auseinander legen, damit es etwas einfacher wird. Bekommt der Hund ein Kommando, nimmt aber trotzdem den falschen Gegenstand, gibt es einfach keinen Click. Klappt es anfangs noch gar nicht, saßen vielleicht die Kommandos noch nicht fest genug, oder aber man hat eventuell das Trainingsumfeld gewechselt und der Hund hat den Befehl noch nicht für jeden Platz verallgemeinert.

Liebt man die Herausforderung, kann man bim Training mit dem zweiten Spielzeug natürlich auch mit Ball und Tau zusammen weitertrainieren, und nicht das Tau gegen einen anderen Spielgegenstand tauschen. Mittlerweile sollte der Hund ja sowieso so weit sein, dass er den Ball nur noch auf Befehl nimmt *grins*.

 

Es klappt? Grandios – auf geht’s zum nächsten Spielzeug!

 

 

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Aufräumen

Spielsachen in eine Kiste legen

 

Eine Kiste auf den Boden (zur Vereinfachung anfangs möglichst vor einen selber gestellt), ein Spielzeug in den Raum gelegt – und los geht’s. Clicker und Leckerli parat, Hund bereit – und warten. Und auch hier gilt: Wirklich warten und nicht versuchen Hilfestellung zu geben! Der Anfang wird aufgebaut wie beim Gegenstände unterscheiden. Ein Blick Richtung Spielzeug – Click und Leckerli. Ein Schritt Richtung Spielzeug – Click und Leckerli. Spielzeug ins Maul – Click und Leckerli. Und jetzt? Der Hund läuft mit dem Spielzeug Richtung Herrchen (und damit auch zur Kiste) – Click und Leckerli. Der Hund legt das Spielzeug vor die Füße – nichts. Er nimmt es ins Maul und lässt es fallen – nichts. Er nimmt es ins Maul und nimmt den Kopf Richtung Kiste – Click und Leckerli. Er nimmt es ins Maul und lässt es wieder fallen, und das Spielzeug landet zufällig in der Kiste – Click und Jackpot. Und nach dem einen oder anderen weiteren Versuch mit Erfolg oder Misserfolg hat der Hund verstanden, dass das Spielzeug in die Kiste muss!

Die elegante Version: Wir stellen die Kiste nicht vor unsere Füße, sondern woandres hin und clickern unseren Hund mit seinem Spielzeug auch noch Richtung Kiste und bringen ihm dann erst das hineinwerfen des Spielzeuges bei - je nachdem wie schnell man einen Erfolg erreichen möchte, die Variante dauert natürlich ein klein wenig länger, aber macht mindestens noch mehr Spaß!

Mit der Einführung des Befehls kommt es darauf an, ob der Hund nun für ein Kommando alle Spielsachen aufräumen soll, oder für jedes Spielzeug erneut das Kommando bekommt: Jetzt kann ich das Kommando einführen, wenn er für jedes Spielzeug das Kommando bekommt. Wenn er auf das Kommando hin alle Spielsachen aufräumen soll, trainieren man nach obiger Vorgehensweise erst mit mehreren Spielsachen. Anfangs bekommt der Hund noch für jedes Spielzeug, das in der Kiste landet ein Click und ein Leckerli. Klappt das auch mit mehreren Spielsachen zuverlässig, bekommt er z.B. erst für das Aufräumen von 2 Spielsachen einen Click, … bis alle Spielsachen für einen Click aufgeräumt werden. Dann ist es an der Zeit das Kommando einzuführen.

Und in beiden Fällen abschließend nach dem Versuch und Irrtum Prinzip das Kommando festigen: Mal bekommt der Hund das Kommando und darf aufräumen. Zwischendurch bekommt er kein Kommando – und räumt er trotzdem auf auch kein Click. Dem Hund auch hier die Chance geben, anfangs öfter das Richtige tun zu können (Kommando – Spielzeug wird aufgeräumt – Click), als einen Fehler zu machen (kein Kommando – Hund räumt trotzdem auf – kein Click), damit er nicht aus Verzweiflung aufhört mitzuarbeiten. Sehr schnell lernt er dann, das aufräumen nur mit vorhergegangenem Kommando auch eine Belohnung verspricht.

Variationsmöglichkeit: Hat der Hund gelernt die Gegenstände mit Namen zu unterscheiden, kann er auch auf Befehl immer nur ein bestimmtes Spielzeug in die Kiste werfen dürfen – der Kreativität sind kaum Grenzen gesetzt!


 

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