Mortys Trainingstipps
Ein paar Tricks, die das Training erleichtern




 

 

Warum Mortys Trainingtips? Ganz einfach: Die Dinge, die ich hier ansprechen möchte, sind fast alles Stolperfallen, über die wir im Laufe des DD-Trainings gefallen sind. Und auch wenn ich damit viele Fehler zugebe - über die manch einer etwa lächelt - vielleicht ersparen wir euch damit trotzdem das ein oder andere Problem!


Vorweg:

Was man natürlich immer machen sollte, ist den Hund vor dem Training etwas aufzuwärmen. Ein paar flotte Fußschritte, ein gemütlicher Vorwärtsslalom, eine Verbeugung zum Dehen - und dann erst nach und nach zu den anspruchsvolleren Tricks steigern. Also bitte nicht gleich mit einem Rückwärtsslalom oder einem Männchen loslegen!

Genauso sollte man dem Hund auch die Möglichkeit geben, nach dem Training die Muskeln wieder etwas aufzulockern, bevor er wieder ins Körbchen zum schlafen darf. Vielleicht einfach noch ein wenig zusammen mit dem Hund laufen, den Hund durchknuddeln und massieren und das ganze wieder mit einer Verbeugung abschließen?

Einen super Bericht zum Thema Aufwärmen und Cool Down der Hundephysiotherapiepraxis Bremen findet ihr hier. 

 

 

 

Neue Übungen:

 

Neue Tricks sorgen für Muskelkater:

Denkt daran, dass ihr bei neuen Tricks meist auch neue Muskelgruppen beansprucht - und wer kennt das nicht selbst: Das gibt MUSKELKATER! Also entweder jeden Tag üben, oder aber zwischen den Einheiten anfangs 3 Tage Pause einlegen. Besonders bei Übungen, die Rücken- und Beinmuskulatur banspruchen (Männchen, Sprünge, etc.)!!

 

Nachdenkpausen bei neuen Übungen:

Kommt ihr bei einem Trick einfach nicht weiter, legt einmal eine Pasue von 2, 3 Tagen, 1 Woche, 1 Monat ein... Ihr werdet sehen, das bewirkt wunder!!! Der Trick kann sich setzten und der Hund hat die Möglichkeit das gelernte zu verarbeiten - und wird beim nächsten Mal mit mehr Elan und manchmal einem unglaublichen Fortschritt an die Übung heran gehen!

 

 

 

Tricks festigen:

 

Vokabeltraining:

Übt mit eurem Hund ähnliche Tricks wie das Abfragen von Vokabeln nacheinander. Am besten zwei drei Tricks (z.B. Twist rechtsherum, Twist linksherum, Home) heraussuchen und in einer Trainingseinheit nacheinander immer wieder abfragen. Anfangs werden viele Fehler passieren... Aber so lassen sich am besten die Kommandos festigen und man sieht sehr schnell die Erfolge. Außerdem muss der Hund sich mal richtig konzentrieren :-).

Wichtig: Führt ein Hund auf ein Kommando einen falschen Trick aus, lasst ihn erst etwas ganz anderes machen (z.B. Sitz oder Platz), bevor ihr das Kommando erneut abfragt. Sonst probiert der Hund irgendwann einfach seine Tricks bis zum richtigen Kunststück - also dem, bei dem ihr endlich clickt - aus. Dadurch können richtig schöne Verhaltensketten entstehen.


Mortys Lieblingsabfolge: Verbeugen - Häschen, Drehen... Hat etwas gedauert, bis ich meinen Fehler erkannt habe **seufz**

 

 

 

Trainingsdauer:

 

Kurz und Knackig:

Gerade bei neuen Übungen das Training so kurz wie möglich halten, damit der Hund schön motiviert bei der Arbeit bleibt und Erfolge erreichen kann. Auch sollte man die Trainingseinheit immer mit einem super Erfolg ausklingen lassen (also aufhören, wenn man sich sicher ist, heut keine bessere Leistung mehr zu erreichen **so schwer es fällt**). Notfalls lieber einen Schritt in den Anforderungen zurück gehen, damit der Hund noch mal mit einem Erfolgserlebniss abschließen kann.

 

ABER:

 

Der Ich-Kann-Nicht-Mehr-Punkt:

Auf der anderen Seite auch immer mal wieder über den Punkt, an dem der Hund nicht mehr kann, hinaus trainieren. D.h. der Hund muss die abgefragte Übung noch mindestens einmal motiviert ausführen, egal wie lange es dauert, bis ihr diese Übung geschafft habt.

Morty hat eine zeitlang da einen recht guten Trick beherrscht: ''Frauchen, ich kann nicht mehr'' - also gehen wir noch schnell einen kleinen Schritt zurück - lassen Morty noch einmal einen Erfolg erziehlen - und beenden dann das Training.

--> Mit dem Erfolg, dass Morty für mich unbemerkt genau bestimmt hat, wie lange wir trainieren.

 

 

 

Wenns nicht klappt:

 

Stressfrei Trainieren:

Achtet im DD-Training darauf, auf keinen Fall Druck auf den Hund auszuüben. Training soll Spaß pur sein, egal welche und wie oft der Hund Fehler macht. Falsches Verhalten wird ignoriert, gutes Verhalten bestärkt. Und nach und nach wird der Hund sein Fehler unterlassen, da er hierfür keine Bestätigung erfährt. Alles eine Frage der Geduld **gell Morty???**.

Auch hier war Morty mir ein Lehrmeister: Er fing an im Slalom einfach immer wieder unter mir stehen zu bleiben. Also hab ich anfangs das Kommando wiederholt. Später kam ein leichtes ''Hey'' dazu... Mit dem Erfolg: Nichts änderte sich, wenn er keine Lust mehr hatte, blieb er immer wieder mal stehen.

Auf einem Seminar habe ich dann Denise mit ihren Hunden trainieren sehen. Und was ich sehr erstaunlich fand: Egal wie oft der Hund einen Fehler machte, das Training ging fröhlich und stressfrei weiter, der Hund wurde für sein Verhalten einfach nicht bestätigt.

Gut, zu Hause haben wir das dann mit unserem Slalom ausprobiert. Und siehe da: Morty hat immer weniger gebockt. Blieb er unter mir stehen, habe ich das Verhalten ignoriert, bin einen Schritt weiter gegangen und habe den Slalom von vorne gestartet.

Leider konnten wir das Verhalten noch nicht ganz löschen, unter Streß setzt Morty sein Stehenbleiben manchmal noch ein - und ich könnte mir in den Hintern für mein früheres Training beißen. Aber gut, nur aus Fehlern lernt man....
**Und fragt nicht, wie sehr ich an meiner Geduld und Gelassenheit arbeiten musste!!**

 

Fehler:

Macht ein Hund immer wieder den gleichen Fehler, achtet einmal auf eure Körpersprache - vielleicht habt ihr ihm damit unbewusst etwas signalisiert, was er jetzt ausführt???

Einstellung:
Wenn das Training mal wieder gar nicht klappt, überlegt einmal euren gesamten Trainingsablauf. Wie sah das Training aus, als der Hund richtig Spaß hatte - wie trainiert ihr gerade? Vielleicht einen Unterschied gefunden?

Vielleicht liegt es aber auch nur an der Einstellung: hast du wirklich gerade Lust mit deinem Hund zu trainieren - oder soll das gerade nur schnell eine Beschäftigunseinheit für den Hund werden???

Oft wenn unser Training nicht klappt, liegt es an mir - na gut, fast immer. Und meistens an meiner Einstellung, gerade wenn ich Streß habe und unser Training eher Morty zuliebe mache. Merke ich, dass er einfach kein Spaß hat, überdenke ich die letzten Trainingseinheiten kurz - und finde meist den Fehler. Schon beim nächsten Training, wenn ICH wieder motiviert starte, arbeitet auch Morty wieder mit Schwung und Elan mit!

 

 

 

Choreographietraining:

 

Mit Musik:

Um die Angst vor lauter Musik zu überwinden, steht unser Futter jetzt immer auf dem CD-Player. Nach jedem Click laufen wir zusammen zur Musik und holen uns dort das Leckerli ab - und Morty hat jetzt keine Probleme mehr, auch ganz nahe am CD-Player zu arbeiten, was er vorher immer verweigert hatte **Ist halt ein geräuschempfindlicher Beardie**.
Das hat auch noch einen weiteren Vorteil: Ich habe beim Training mit Musik somit keine Leckerli bei mir - und ich muss meinen Hund erst gar nicht daran gewöhnen, dass das bei Auftritten später einmal so sein wird.

 

Choreo einstudieren:

Ich übe mit Morty immer die einzelnen Sequenzen unserer Choreo, z.B. den Refrain, den Start, den Teil zwischen zwei Refrains,... . Sobald eine Sequenz 'trocken' gut klappt, nehmen wir hierfür schon die Musik dazu. Klappt diese eine Sequenz auch auf Musik, schauen wir, welche weiteren Einheiten wir schon mit Musik versuchen können und setzten die nächste Sequenz mit ein. Hängen diese Teile nicht gerade zufällig zusammen, laufen Morty und ich in der Zwischenzeit mit Fuß weiter - oder nutzten die kleine Pause für ein Leckerli am CD-Player.
So muss Morty von Anfang an die komplette Musik arbeiten und lernt schnell auch so lange konzentriert zu bleiben. Für mich bedeutet das sehr konzentriert zu arbeiten, damit ich auch jeweils den richtigen Einsatz unserer Trainingssequenz erwische und damit lerne ich die Musik sehr gut kennen. Auf der anderen Seite muss ich aber noch nicht alle einzelnen Teile meiner Choreo perfekt können, sondern wir können an manchen Sequenzen noch weiter üben, bevor wir sie zur Musik mit einbauen.

 

 

 

Füttern geschickt eingesetzt:

 

In Position füttern:

Um einen Hund nach einem Trick gleich parat für den nachsten Schritt zu haben, kann man versuchen ihn mit dem Leckerli einfach in die richtige Position zu füttern. Arbeite ich zum Beispiel am Seitwärtsgehen und mein Hund stellt sich nach dem Click erwärtungsvoll schräg hin, um sein Leckerli zu bekommen, kann ich mich beim Füttern einfach wieder in die richtige Ausgangsposition zum Hund stellen, bzw. den Hund mit dem Futter in die richtige Stellung füttern. So kann man schneller mit dem nächsten Trainingsschritt weiter machen und es bleiben keine langen Pausen zwischen den einzelnen Übungssequenzen.

 

Wo füttern:

Wichtig ist auch, wo ihr den Hund füttert. Soll der Hund zum Beispiel schön gerade hinter mir laufen und ich füttere ihn immer von der linken Seite, wird er nach und nach eher leicht links hiner mir laufen. D.h. hier sollte ich ihn mal zwischen den Beinen, mal links und mal rechts füttern, damit der Hund nicht weiß, woher das Futter das nächste mal kommt und daher schön gerade arbeiten kann. So kann man auch bei verschiedenen anderen Tricks durch geschickte Futterpositionen korrektes Ausführen der Übungen beeinflussen.

 

Auf Distanz:

Übt ihr Distanzarbeit mit eurem Hund, sollte er auch auf Distanz belohnt werden - sonst hat er immer ein Bestreben zu euch zurück zu kommen.

D.h. entweder ihr stellt das Futter von euch weg (am Besten noch hinter den Hund) und holt euch nach dem Click dort ein Leckerli. Oder ihr arbeitet mit einer anderen Person, die den Hund belohnt (empfiehlt sich besonders bei neuen Übungen). Möglich ist auch dem Hund das Leckerli zu zu werfen - falls der Hund fangen kann ** gell Morty, daren üben wir noch**.

 

Wie füttern:

Denkt einmal daran: Futter kann man nicht nur direkt dem Hund zwischen die Zähne stecken, sondern Futter kann man Werfen, Rollen,.... Das macht das Training lustiger und abwechslungsreicher!

 

 

 



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