Turniervorbereitungstraining
mit Denise Nardelli
am 30. Oktober 05 in Hameln

 


Eigentlich total verrückt, für ein Eintagesseminar 1300 km zu fahren. Noch dazu war der Entschluss sehr kurzfristig - 4 Tage vor dem Seminar erfuhr ich, dass noch Plätze frei sind und habe sofort zugesagt. Ich hatte mich schon Wochen vorher für das Seminar interessiert, nur hatte mir mein eMail Programm wohl einen kleinen Streich gespielt. Aber dank einer Portion Spontaneität und zufällig einem freien Wochenende klappte es ja doch noch!

 

  Um wenigstens am Seminartag selbst fit zu sein, bin ich schon Samstagmittag losgefahren. Im Gepäck: 4 Hunde, gute Laune und eine unglaubliche Vorfreude :) ! Allerdings können gute 600 km schon recht lang sein – als ich irgendwann anfing meinen Hunden im Auto alberne Geschichten zu erzählen, dachte ich mir schon: Oh je, total druchgeknallt! Gut dass es niemand mitbekommen hat…. Aber wir kamen trotzdem gut an. Die Nacht verlief dann etwas unruhig, da meine ‚beiden’ Hunde, Morty und Halbzweithund Phoebe, herumreisen gewöhnt sind, die Urlaubshunde Lucy und Lenny das ganze aber spektakulär aufregend fanden und nicht so recht zur Ruhe kamen.

Sonntagmorgen um 9 Uhr ging es dann los. Mit dabei waren ein super Tanzdackel, ein Harzer Fuchs, ein Kurzhaarcollie, ein Schäfer-Labi Mix – und Morty und ich. Nach einer Begrüßungsrunde und einer kurzen Absprache, was unsere Wünsche für dieses Seminar sind, ging es auch schon los. Ich hätte nie gedacht, dass es so viele Dinge gibt, mit denen man sich und dem Hund ein wenig den Stress nehmen und einfach mehr Spaß am Tanzen haben kann!

  


 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Denise hat uns in kleinen Schritten an alle möglichen Ablenkungen und Anforderungen einer Turnieratmosphäre herangeführt: Laute Musik, Ansagen, seltsame Geräusche, Applaus und natürlich: Stress. Dabei waren die Übungen immer so gestaltet, dass man oft gar nicht mitbekommen hat, was für Anforderungen man gerade schon wieder bewältigt hat – und einem erst im Nachhinein bewusst wurde, das man eben schon wieder mit wahnsinnig viel Stress, Ablenkung und Neuem konfrontiert wurde und es hervorragend bewältigt hat! Denise bewies dabei wie immer unglaubliches Einfühlungsvermögen, so dass jeder Hund am Ende seiner Übung mitsamt seinem tanzenden Frauchen dann doch hoch erhobenen Hauptes von der Tanzfläche ging, auch wenn er die Situation vorher vielleicht äußerst Furcht erregend fand – und alle Hunde haben auch bis zum Ende dieses doch sehr anstrengenden Seminars freudig mitgearbeitet und hatten definitiv ihren Spaß, auch wenn sie schon ziemlich KO waren. Und so haben alle – Hund und Frauchen -  eines von diesem Seminar sicher mit nach Hause nehmen können: Alles ist eigentlich gar nicht so schlimm, wie es anfangs scheint!!!


                

 

Denise hat uns viele Tipps gegeben, wie man sich selbst und den Hund vor einem Auftritt körperlich und mental vorbereiten und die Zeit und den Weg bis zum Auftritt möglichst stressfrei bewältigen kann. Sie hat uns bei jedem einzelnen Hund während des Seminars gezeigt, auf was der Hund besonders reagiert und wo momentan Schwierigkeiten für ihn bestehen. In den einzelnen Trainingsrunden hat sie uns die unterschiedlichsten Aufgaben gestellt, ob es jetzt Spontanchoreographien auf neue Lieder waren, vorgegebene Tricksequenzen zum Takt der Musik, oder das publikumswirksame Tanzen, bei dem wir dank der großen Spiegelwand uns selbst und unseren Hund einmal beobachten konnten, ohne ‚nach unten’ kucken zu müssen. Beim Dance-Aerobic war von allen zwischen Ablenkung und Stress viel Flexibilität gefragt oder ‚Wer tanzt am schnellsten fehlerfrei’ zeigte uns unsere Grenzen, wie schnell und dennoch korrekt und passend zur Musik wir mit unseren Hunden arbeiten können. Zwischendurch besuchten uns dann jubelnde Hula-Mädels, die in ihren Hawaiioutfits mit Applaus für Ablenkung sorgten und nicht zu vergessen unser ‚Sexiest Dogdancer Alive’ – der Mann im Eck, der vielen Hunden das Gruseln bescherte.

Morty meisterte die Aufgaben fantastisch. Wenn ich bedenke, dass noch vor 2 ½ Jahren meinen Hund jeder Fleck an der Wand abgelenkt und ihn jedes unbekannte Geräusch in Schrecken versetzt hat, so ist er mittlerweile ziemlich cool geworden! Für mich war interessant zu sehen, das die Grenzen was Ablenkung und Stress betrifft, bei ihm noch viel höher liegen, als ich geschätzt hätte. Jetzt muss ich nur noch an mir arbeiten, um mich nicht so leicht aus der Ruhe bringen zu lassen… :-0

Es hat uns allen unglaublich Spaß gemacht. Und auch wenn wir alle am Ende des Seminars wirklich total KO waren, wir haben so viele Anregungen und Ideen mit nach Hause nehmen können! Danke Denise für ein wieder einmal wunderbares Seminar!

 
 

  Glücklicherweise war der Adrenalinspiegel und die Euphorie hoch genug, als dass ich den Heimweg ganz gut gemeistert habe. Mit einer kurzen Pause, Unmengen an Essen zum Wachhalten und viel zum Überdenken und Grübeln ließen sich sogar Nebelbänke und über 600 km schaffen. Um 2 Uhr nachts sind wir dann total platt, aber glücklich zuhause angekommen und erschöpft in Bett- und Körbchen gefallen :) !


Alles in allem hat sich die Strecke mehr als gelohnt. Denise hat mir wieder genau die Tipps und Tricks verraten können, die Morty und mir noch gefehlt haben, um einfach das alltägliche Training noch etwas harmonischer und erfolgreicher gestalten zu können und um wieder einen großen Schritt weiter zukommen in unserer ‚Dogdance Karriere’. Also ein Seminar, dass nicht nur ‚Turniertänzern’ weiter hilft!!!


 



 

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